Zwang

Normale Rituale oder Zwang?


Jeder von uns hat so seine alltäglichen Rituale. Rituale geben uns Sicherheit und Orientierung; sie helfen uns eine gewisse Struktur in den Alltag zu geben. Der eine liest jeden Morgen im Bett die Zeitung, der andere braucht zuerst am Morgen einen Kaffee, der dritte macht seine morgendlichen Turnübungen an der frischen Luft. Weitere kontrollieren ob die Haustüre sowie die Fenster verschlossen sind wenn sie das Haus verlassen oder schauen, ob die Herdplatte auch wirklich abgestellt ist. Dies sind alles normale, wiederkehrende Rituale. Doch ab wann können solche Handlungen plötzlich zwanghaft werden? Was ist der Unterschied zwischen einem normalen Ritual und einem Zwang?

Der Hauptunterschied zwischen einem Ritual und einem Zwang besteht darin, dass solche Handlungen und Gedanken immer wie mehr Zeit in Anspruch nehmen (die Betroffenen sind richtiggehend gefangen), sie nicht unterbunden werden können und dadurch mit einem hohen Leidensdruck verbunden sind. Betroffene können nicht anders als eine bestimmte Handlung auszuführen oder einen bestimmten Gedanken immer wieder „durchzudenken“.

Zwänge haben mit Angst zu tun. Zwänge dienen in erster Linie dazu, dem Betroffenen Sicherheit zu geben. Der Zwang kann stellvertretend für ein Problem stehen, welches gelöst werden soll, das bisher aber auf andere Weise nicht bewältigt werden konnte. 

Zwänge können behandelt werden. Der erste Schritt besteht darin, den Zwang überhaupt als solchen wahrzunehmen. Schritt für Schritt decken wir auf, was im Grunde genommen „hinter“ dem Zwang steckt. Wir unterstützen Sie auf dem Weg!